Nein! - Weltweit sind Umstrukturierungen aller Lebensbereiche nicht mehr gemeinwohlorientiert, sondern den so genannten Gesetzen des Marktes unterworfen. Seit ein paar Jahren ist auch das Bildungssystem in den Fokus solcher "Reformen" geraten: Bildungsgebühren und die Privatisierung treffen uns alle!
Diese Prinzipien des Marktes werden bestreikt! Ziel des Bildungsstreiks ist es, eine Diskussion zur Zukunft des Bildungsystems anzuregen. Des weiteren sollen Möglichkeiten einer fortschrittlichen und emanzipatorischen Bildungs- und Gesellschaftspolitk aufgezeigt und durchgesetzt werden. Dem Einfluss der maßgeblichen politischen und ökonomischen Interessen im Bildungsbereich werden Alternativen entgegengesetzt:
- selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck,
- freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren,
- öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe
- Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen.
Deswegen gibt es eine bundesweite Aktionswoche vom 15. -19. 06. 2009. Überall werden SchülerInnen und Studierende demonstrieren und mit anderen Veranstaltungen auf die Misere aufmerksam machen. Und das in einem Bündnis mit vielen gesellschaftlichen Gruppen, denn wir sind überall mit der gleichen Politik konfrontiert: An der Hochschule, in den Schulen und im Betrieb.
Der „Bildungsstreik am Niederrhein" will die Kräfte der Region bündeln und ruft zu einer zentralen Demonstration am 17 Juni 2009 in Krefeld auf.
In Anbetracht der Europawahl muss die Situation im Bildungswesen auch in den richtigen Kontext gestellt werden: Das humanistische Ideal einer zur kritischen Reflexion befähigenden, gemeinwohlorientierten Bildung wird zurückgedrängt. Stattdessen wird Bildung den Bedürfnissen des Marktes angepasst und damit selbst mehr und mehr zur Ware.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt deutlich, dass die Auswirkungen wettbewerbsorientierter Entscheidungskriterien verheerend sind. Global sind es die GATS-Verträge, in Europa der Bologna-Prozess, die den Kern solcher Reformen bilden. In vielen Ländern protestieren bereits Menschen dagegen, so z.B. in Mexiko, Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland. In diesem internationalen Zusammenhang steht auch der Bildungsstreik 2009.
Deswegen beteiligt sich auch DIE LINKE. Mönchengladbach und die Linksjugend Solid am „Bildungsstreik am Niederrhein".
Kommt alle am 17. Juni 2009
um 14:00 Uhr zum Hbf. Krefeld!





