DIE LINKE. Zeitung Mönchengladbach

 
A
  • Schrift vergrößern
  • Standard Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
E
Start MG-City Den Elternwillen beachten: Die 6. Gesamtschule muss kommen!

Den Elternwillen beachten: Die 6. Gesamtschule muss kommen!

E-Mail Drucken PDF

Seit der Einrichtung der ersten Gesamtschule in Mönchengladbach 1986 verzeichnet diese Schulform steigende Anmeldezahlen. In den letzten Jahren deutlich über 1000.

Damit folgen immer mehr Eltern den Erkenntnissen aus der PISA-Studie. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Länder ohne dreigliedriges Schulsystem mit Ganztagsbetrieb am besten abschneiden. In diesen Ländern sind die Differenzierungen beim Schulabschluss solange wie möglich offen.

Bild von Gesamtschule

Der Schulabschluss ergibt sich aus der Leistungsbeurteilung am Ende der Schullaufbahn der SchülerInnen und nicht direkt am Anfang. Diese Funktion erfüllt die Gesamtschule in unserem Land.

CDU und FDP verhindern jedoch, dass genügend Plätze an Gesamtschulen zur Verfügung stehen. Im letzten Jahr wurden 541 Kinder abgewiesen. Dieses Jahr werden es sicherlich wieder so viele werden.

DIE LINKE. hat die Stadtverwaltung aufgefordert, eine Schulplanung zu entwickeln, die dem Elternwillen auf eine Schulform – Hauptschule, Realschule, Gymnasium und Gesamtschule – gerecht wird und nicht dauerhaft den Elternwillen nach Gesamtschulplätzen missachtet.

Der jetzige Schuldezernent, Dr. Gerd Fischer (CDU) tut jedoch anscheinend alles, um eine solche bedarfsgerechte Schulplanung zu verhindern. Für eine solche Schulplanung sind die Daten aus dem ersten Anmeldezug notwendig. Nur sie geben darüber Auskunft, wie viele Eltern ihr Kind auf einer Hauptschule, einer Realschule, einem Gymnasium oder einer Gesamtschule haben wollen.

Im zweiten Anmeldezug müssen sich Eltern von abgewiesenen Gesamtschülern um einen Platz in einer Hauptschule, Realschule oder Gymnasium bewerben. Das ist dann aber nicht mehr die Schule ihrer Wahl.

Die Erhebung der Zahlen des ersten Anmeldezuges verhindert Dr. Gerd Fischer bzw. er will sie nicht veröffentlichen.

In der Ratssitzung am 17.12.08 stellte die LiLO ihm folgende Frage:
„Gedenkt die Verwaltung, im Gegensatz zum letzten Jahr, die Daten des ersten Anmeldezuges zu erheben und den Ratsmitgliedern zur Verfügung zu stellen?“

Die Antwort des Schuldezernenten:
„Da diese Daten für die Entscheidung zur Bildung von Eingangsklassen der weiterführenden Schulen nicht benötigt werden, ist eine entsprechende Erhebung nicht vorgesehen.“

Wir gehen jedoch davon aus, dass diese Zahlen der Verwaltung sehr wohl vorliegen. Wie sonst ist der Brief von Herrn Laut, des Fachbereichsleiters beim Schulamt vom 15.1.2009 zu verstehen, der die RektorInnen der weiterführenden Schulen auffordert, die Anmeldezahlen aus dem ersten Anmeldezug nicht an die Öffentlichkeit zu geben.

Damit weigert sich Dr. Fischer, die notwendigen Zahlen für eine Entscheidung über bestehende Schulformen den Mitgliedern des Rates zur Verfügung zu stellen.

Die Handlungsgrundlage für die Arbeit eines Dezernenten ist nicht seine politische Überzeugung. Seine Aufgabe u. a. ist es, den zuständigen Gremien verlässliche Zahlen für politische Entscheidungen vorzulegen.

Ein Schuldezernent, der sich weigert, die für die politischen Entscheidungen notwendigen Zahlen zu erheben, ist aus unserer Sicht nicht tragbar.

Ihren Kommentar hinzufügen

Ihr Name:
Betreff:
Kommentar:
  Bild, welches den Sicherheitscode enthält
Sicherheitscode:
 

Netzwerk

ATTAC MG
Regionalgruppe der globalisierungskritischen Bewegung ATTAC
Linkes Forum
Treffen für alle Gladbacher/innen mit Interesse an linker außerparlamentarischer Politik.
DIE LINKE. MG
Kreisverband DIE LINKE. Mönchengladbach
LiLO
Die LiLO aus Mönchengladbach Odenkirchen

Dies sind die Parteien und Gruppierungen die an der Zeitung mitarbeiten.