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Start MG-City Archiv MG April / Mai 2008 PAHLKEBAD DERZEITIGER STAND

PAHLKEBAD DERZEITIGER STAND

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Das Bad ist seit dem 7.1.08 geschlossen. Das Wasser ist abgelassen, die Pumpen außer Betrieb. Es gammelt so vor sich hin. Die ersten Fliesen am Boden lösen sich. Die beiden Gymnasien müssen ihre Schwimmstunden drastisch reduzieren. Von zwei Unterrichtsstunden bleiben ca. 30 Minuten übrig. Der Rest geht für Fahrzeiten drauf. Fahrten zum Vitusbad, die die Stadt bezahlen muss. Die Springer fahren nach Köln, um dort ihrem Sport nachzugehen. Die DLRG-Schwimmer weichen nach Rheindahlen aus. Andere treten mit dem Hinweis auf die Badschließung aus den Schwimmvereinen aus.

Und was machen CDU und FDP in dieser Situation?

Sie lehnen einen Antrag der SPD ab, Mittel für die Renovierung des Pahlkebades im Haushalt 2008 bereitzustellen und beschließen stattdessen, die NVV möge schnellstmöglich die Sanierungskosten unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes für das Bad ermitteln. Die Kosten dafür werden der Stadt Mönchengladbach in Rechnung gestellt.

Damit ist klar, dass sich in 2008 beim Pahlkebad nichts tut, weil kein Geld im Haushalt bereitgestellt wurde. CDU und FDP begründeten ihre Haltung damit, dass mit der Eintragung des Bades in die Denkmalliste die Kosten für die Sanierung bis zu einem zweistelligen Millionenbetrag steigen könnten. Solange die Kosten nicht bekannt sind, könne auch keine Finanzplanung gemacht werden. Selbst dem zuständigen Baudezernenten Hormes gingen diese Spekulationen zu weit. Er erklärte im Hauptausschuss, dass in einigen Bereichen der Sanierung die Kosten steigen, in anderen jedoch auch sinken (Fenster Pahlkebad) könnten. Hinzu kommt noch, dass die NVV bisher die Kosten für die Sanierung ermittelt hat, ohne ökologische Gesichtspunkte – z.B. Energieeinsparungen – zu berücksichtigen.

Damit setzen CDU und FDP auf Zeit. Wenn erstmal der Zustand des Bades aufgrund der Schließung sich weiter verschlechtert und die Sanierungskosten genügend hoch gerechnet wurden, dann kommen sie sicherlich mit der Argumentation, die Kosten für die Sanierung seien zu hoch. Deshalb müsse der Denkmalschutz aufgehoben werden, weil es der verschuldeten Stadt nicht zuzumuten sei, diese Kosten zu tragen. Und ist der Denkmalschutz erst einmal aufgehoben, dann machen die beiden Parteien das, was sie schon immer wollten. Nämliche einen Neubau für ein Schmalspurbad, was die Rheydter aber nicht mögen.

In dieser Situation hilft nur eins: Den Beschluss von CDU und FDP ernst zu nehmen und die NVV unter Druck setzen, schnellstmöglich die Decke zu untersuchen. Denn der entscheidende Punkt für die Schließung des Bades war, dass von der Decke eine Gefahr ausgehen könnte. Wenn aber bei einer solchen Untersuchung der Decke festgestellt wird, dass die Binder und Träger die Decke noch halten, dann könnte das Bad auch direkt wieder aufgemacht werden. Weil keine Gefahr besteht. Und dann könnte in Ruhe ein Sanierungskonzept unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes und ökologischer Aspekte mit einer entsprechenden Finanzierung entwickelt werden.

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