In Zeiten von Hartz IV, von immer weiteren Kürzungen, von steigenden Energiepreisen, die oft zur Sperrung von Strom und Gas führen, ist eine unabhängige Beratungsstelle in unserer Stadt notwendiger denn je.
Mönchengladbach hat so eine Einrichtung. Seit 1982 engagiert sich der Verein „Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach e. V.“ für Menschen in unserer Stadt. Hier auf der Lüpertzender Straße 69 wird beraten, hier wird Hilfestellung angeboten, hier existiert ein preiswerter Mittagstisch, den der Verein aus Spenden finanziert.
Täglich ein frisch gekochtes Menü für EmpfängerInnen von Hartz IV für 2,00 EUR mit Vorspeise und Nachtisch, dazu die Möglichkeit, mit anderen Menschen beim Mittagessen in Kontakt zu kommen und nicht isoliert und allein in der eigenen Wohnung verbleiben, das sind Leistungen, die notwendig sind und von keiner anderen Institution angeboten wird.
Jährlich mehr als 3.000 Beratungen, 11.000 ausgegebene Mittagessen sind ein Beleg, wie stark diese Einrichtung frequentiert wird.
Nun ist diese Einrichtung in Gefahr. Ab September fallen Fördergelder in Höhe von 64.000 EUR aus dem Sozialfond der Europäischen Union weg.
Nicht, weil es diese Gelder nicht mehr gibt, sondern weil der Arbeits- und Sozialminister von NRW, Herr Laumann (CDU) entschieden hat, dieses Geld anders einzusetzen. So sieht die soziale Politik der CDU/FDP Landesregierung in der Praxis aus.
Da der Verein den Ausfall der 64.000 EUR nicht mit eigenen Mitteln ausgleichen kann, bleibt nur noch die Möglichkeit über eine Förderung durch die Stadt Mönchengladbach.
DIE LINKE. fordert die Stadt Mönchengladbach auf, die Finanzierung für diese Einrichtung dauerhaft zu sichern.





