Der international bekannte Mönchengladbacher Künstler, Gregor Schneider, wird Ende Oktober sein Ausstellungsprojekt „End“ am Museum Abteiberg eröffnen.
Dabei handelt es sich um eine schwarze Außenskulptur in Form eines Trichters, der dann ins Museum Abteiberg zu weiteren Erstpräsentationen von Gregor Schneider führt. „End“ ein Projekt, das sicherlich auch über Mönchengladbach hinaus Beachtung und zu mehr MuseumsbesucherInnen führen wird.
So weit so gut? Wären da nicht die Kosten.
Anfangs erklärte der zuständige Dezernet, Dr. Gert Fischer, auf die Stadt würden im Zusammenhang mit diesem Projekt keine Kosten zukommen.
In der Ratssitzung am 24.9.08 mussten jedoch im Zusammenhang mit einer Dringlichkeitsentscheidung zu diesem Projekt 100.000 EUR zur Verfügung gestellt werden. Diese Kosten wären sicherlich angesichts der Bedeutung dieses Projektes für das Museum zu verantworten.
Wäre da nicht auch der Tagesordnungspunkt der Erhöhung der Beiträge für die Musikschule. Damit will die Stadt zusätzliche Einnahmen von 65.000 EUR erzielen.
Hier wird die Ungerechtigkeit sichtbar.
Musikalische Erziehung muss grundsätzlich kostenlos sein. Sie ist genauso wichtig für die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit von Kindern wie Mathematik und die eigene Sprache. Durch Preiserhöhungen werden letztlich diejenigen Kinder von der musikalischen Erziehung ausgeschlossen, deren Familien in finanzieller Armut leben.
Die Förderung von angewandter Kunst, wie das Projekt „End“, ist wichtig.
Genauso wichtig, bzw. viel wichtiger ist es, dass Kinder an Kunst herangeführt werden und Kunst verstehen lernen, unabhängig vom Einkommen und der Zahlungsfähigkeit der Eltern.





