... lautete die Frage des Vorsitzenden der Bezirksvertretung Rheindahlen, die am Dienstag, den 17. März 2009 öffentlich tagte. Unter dem Tagesordnungspunkt Fünf „Vorbereitung der Konversion des Joint Headquarters (JHQ)" sollte ein mündlicher Bericht seitens der Verwaltung Aufschluss darüber geben, wie man mit dem rund 380 Hektar großen Gelände und den vorhandenen Gebäuden nach dem Abzug der englischen Truppen (2014) umgehen will.
Als im August 1952 das Gelände des südwestlich gelegenen Rheindahlener Waldes, trotz der Bürgerklagen über den Verlust des Waldes und der zunehmenden Militärpräsens, von den Briten beschlagnahmt wurde, sind 198 Millionen DM für Baumaßnahmen und Infrastruktur ausgegeben worden. Stadt und Wirtschaft unterstützten das Vorhaben in der Hoffnung, Aufträge zu erlangen.
Geld, das für Einrichtungen, Anlagen und Gebäude aufgebracht worden ist, welche heute einen enormen Sanierungsbedarf aufweisen. Ein hoher Kostenfaktor, den zum heutigen Stand Stadt, Land und Bund vermutlich nicht tragen wollen und werden. In diesem Fall würden Gebäude und Grundstücke zu günstigen Konditionen an Privatleute verkauft werden. Ein verlockendes Angebot für Geringverdiener, was jedoch auch die Gefahr der Bildung von sozialen Brennpunkten mit sich zieht. Ein Szenario, welches in anderen Kommunen schon vorgekommen ist.
Eine Entscheidung wird wohl in absehbarer Zeit nicht getroffen werden können, da noch zu viele Daten ungenau sind und bestimmte Faktoren erst noch geklärt werden müssen, wie z.B. die Frage, wer die Kosten für die Altlastenbeseitung tragen muss. Auch wenn nach dem Bericht der Verwaltung der jetzige Eigentümer dafür aufzukommen habe und nicht die Stadt die Zeche zahlen soll ist es nicht sicher, ob mit einer Zahlung aus Großbritannien gerechnet werden kann.
Bis alle Gegebenheiten ausreichend geklärt sind, wird noch viel Zeit vergehen - genug Zeit, um sich über kreative und gemeinnützige Alternativen Gedanken machen zu können.
Wir, DIE LINKE. halten unsere Forderung aufrecht, weiterhin eine positive Entwicklung des Geländes anzustreben. Das bedeutet:
- Keine weitere militärische Nutzung
- Keine Verrottung des Geländes
- Keine Bildung von sozialen Brenn-punkten, nur damit Bund, Land und Stadt schnelles Geld verdienen.
Stattdessen wollen wir, dass das Gelände überwiegend in den Urzustand versetzt wird, um als Naherholungsgebiet den Bürgern zu Gute zu kommen.
In solch einem Naherholungsgebiet könnte dann auch ein Freiraum angesiedelt werden, der die Möglichkeit der Verbindung von Kunst und Kultur bietet.
Bei ca. 1.800 qm täglicher Neuversiegelung in unserer Stadt ist es an der Zeit, dass in Mönchengladbach Boden endlich entsiegelt wird. Hier bietet sich eine gute Gelegenheit.
Die Beseitigung der Altlasten und die damit verbundenen Kosten sollen nach über 50jähriger Nutzung die Verursacher tragen.





