An den Protesten gegen das Nato -Treffen nahmen insgesamt etwa 30.000 Menschen teil; bis zum Eintreffen hatte man noch die Hoffung, über die Europabrücke nach Frankreich zu ziehen. Die DemonstrantInnen aus NRW wurden ebenso wie die aus Baden-Württemberg von der deutschen Polizei an der Grenzüberschreitung gehindert.
Empörung und auch Enttäuschung über diese Einschränkung der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit war unter den TeilnehmerInnen groß.
Günter Rombey, 78 Jahre, ehemaliger IG-Metall Sekretär: „1964 bin ich in Aldermaston in der Nähe von London beim ersten Ostermarsch mit dabei gewesen. In all‘ den Jahren habe ich mich danach gegen Hochrüstung und für Frieden engagiert und demonstriert. Zum Abschluss hätte ich mir gewünscht, auf der Deutschland und Frankreich verbindenden Brücke in Strasbourg mit meinen französischen FriedensfreundInnen und KollegInnen zusammenzutreffen und gemeinsam gegen die NATO zu demonstrieren.
Ich habe kein Verständnis für das Verhalten der deutschen Polizei, zumal unsere Demonstration in Kehl absolut friedlich verlief!"
Bernhard Clasen, Sprecher der Partei DIE LINKE. Mönchengladbach erklärte dazu:
„Die Aktionen und Proteste der Friedensbewegung am Wochenende waren ein wichtiges Signal gegen die Kriegspolitik der NATO in Afghanistan, Irak, Usbekistan und anderen Ländern und gegen eine weitere Ost-Erweiterung.
Auch in Zukunft wird sich die Mönchengladbacher Linke aktiv an den Aktionen der internationalen Friedensbewegung einbringen".





