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Abenteuerspielplatz fehlt

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Spannungen nehmen wieder zu

Seit 1996 weigert sich das entsprechende Fachamt der Stadtverwaltung und der Kämmerer, eine Bedarfsanalyse für einen Abenteuerspielplatz (ASP) für Odenkirchener Kinder zu erstellen.

13 Jahre wartet nun schon die Bezirksvertretung auf die Umsetzung eines damals einstimmig gefassten Beschlusses. Für die erstaunten Bürger und Bürgerinnen stellt sich möglicherweise die Frage, wieso die Verwaltung einen aus der Politik erhaltenen Arbeitsauftrag nicht umsetzt. Ganz einfach: Die Verwaltung sitzt diese Angelegenheit aus. Die Folgen fehlender Präventivmaßnahmen sind verheerend: Immer mehr Kinder sind in den vergangenen Jahren in Heimen bzw. Pflegefamilien untergebracht worden. Die Kosten dafür sind förmlich explodiert. Da dies jedoch Pflichtaufgaben sind, müssen solche Kosten übernommen werden, während vorbeugende Maßnahmen - z.B.: das Betreiben von ASPs - als freiwillige Leistungen nicht genehmigt werden.

An den Hochhäusern „Zur Burgmühle" zeigt sich im Moment eine beunruhigende Entwicklung: Grundschulkinder sind teilweise bis 23.00 Uhr draußen anzutreffen.

Von dem versprochenen „Streetworker" fehlt seit geraumer Zeit jede Spur. Die von der Hausverwaltung schon seit langem der Stadt für Betreuungs- und Beratungsmaßnahmen kostenlos angebotene Wohnung wurde vom Jugendamt mit dem Hinweis auf das Jugendheim „Villa" ausgeschlagen. Die örtliche Polizei hatte dafür keinerlei Verständnis. Jegliche Prävention durch das Jugendamt wird zur Zeit seitens der Hausverwaltung vermisst. Die Konflikte und Aggressionen nehmen wieder zu.

Die LiLO fordert, dass die ausstehende Bedarfsanalyse für einen ASP kurzfristig erstellt wird. Sollte ein Bedarf ermittelt werden, muss eine Lösung zur Errichtung eines solchen Angebotes gefunden werden. Die Verwaltung und die Mehrheitsparteien sind sehr flexibel: So schafften sie es, nicht genehmigungsfähige Infrastrukturmaßnahmen zugunsten des geplanten Einkaufszentrums (ECE) vom Regierungspräsidenten in Düsseldorf als „Stadtreparatur" genehmigt zu bekommen. Aus unserer Sicht muss es auch möglich sein, unter einem Begriff wie z.B. „Sozialreparatur" Gelder bewilligt zu bekommen.

Die LiLO wird die CDU an ihren Antrag aus der letzten Ratssitzung erinnern: „Der Rat bittet die Verwaltung, bei zukünftigen Rats- und Ausschussvorlagen, die Folgen für Familien und Kinder haben könnten, die Auswirkungen des Beschlusses im Hinblick auf Kinder- und Familienfreundlichkeit darzustellen". Im Bezug auf das Aussitzen seitens der Verwaltung beim Erstellen der geforderten Bedarfsanalyse wird hier allerdings der Bock zum Gärtner bemacht.

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