Im Hauptausschuss stellte die LiLO die Frage nach dem Anteil der Sparkasse Mönchengladbach an der Übernahme der Verluste der WestLB AG.
Die Antwort des Stadtdirektors und Stadtkämmerers, Bernd Kuckels, (FDP):
„9,1 MIO. EUR.“
Zum Hintergrund:
Um noch mehr Profit zu machen, hatten fast alle Banken auf dem amerikanischen Immobilienmarkt spekuliert und sich an Krediten beteiligt. Weil die amerikanischen KreditnehmerInnen ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen können, platzen in der Folge nun diese Kredite. Jeden Tag eine neue Horrormeldung über das Ausmaß der Verluste. Banken gehen pleite oder werden für einen Euro verkauft.
Nun könnte mensch ja denken, was geht mich das an, das sind die Banken doch selbst Schuld. Weit gefehlt!
Die Verluste, die zurzeit bei den wie bei unserer Sparkasse - aus den Erträgen bezahlt. Damit jedoch nicht genug: Weil sich neben den Sparkassen auch der Landschaftsverband Rheinland an den Milliardenverlusten der WestLB beteiligen muss, sind die Städte gezwungen, ihre Zahlungen an den Landschaftsverband Rheinland zu erhöhen.
Die gleichen Bankmanager, die sich dumm und dämlich verdienen, Jahresbezüge in einund zweistelliger Millionenhöhe für sich als selbstverständlich betrachten, die aus Profitgier diesen Geschäften zugestimmt haben, rufen jetzt, nachdem diese faulen Kredite geplatzt sind, nach staatlicher Hilfe - Bankchef Ackermann voran.
So ist das im Kapitalismus: Gewinne werden in die eigene Tasche gesteckt, und sobald Verluste anfallen, soll die Allgemeinheit bezahlen.
Wieso lassen wir uns das eigentlich gefallen?





