Hält Verwaltung Informationen zurück?
2. September 2008: In der Burggrafenhalle trafen sich Bürgerinnen und Bürger, um sich von Fachleuten aus der Verwaltung und der NVV über die geplanten Kanalbaumaßnahmen in der Talstraße sowie über mögliche Maßnahmen nach den Starkregen-Ereignissen dieses Jahres informieren zu lassen.
Aufgrund der starken Regenfälle im Frühjahr wurden größere Erdmassen aus den Feldern entlang der Talstraße abgespült.
Obwohl der Stadtverwaltung aufgrund vergangener Ereignisse diese Situation längst bekannt ist, wurden bisher keine durchgreifenden Verhandlungen mit dem zuständigen Landwirt geführt. Hier muss zum Schutze vor weiteren Abschwämmungen ein Stück Land erworben und anschließend befestigt werden.
Erst nach der Veranstaltung bekam die LiLO Informationen, dass die Abteilung Bergschäden (Markscheiderei) der Fa. RWE-Power AG (Rheinbraun) gegenüber der NVV schon Zusagen gemacht haben soll, bei Kanalbaumaßnahmen sogenannte flexible Hausanschlüsse an den Hauptkanal zu finanzieren. Hintergrund: RWE habe aufgrund der Rheindahlener Verwerfung, die mittig unter der Talstraße verläuft, ihre Zuständigkeit anerkannt. Wenn dem so ist, wäre aus unserer Sicht RWE-Power auch für die privaten Anschlüsse zuständig.
Sollten die Informationen sich erhärten, muss die Verwaltung sich fragen lassen, wieso sie während der Bürgerversammlung diese Informationen zurückgehalten hat.
Die LiLO fordert die Stadtverwaltung auf, die betroffenen Bürgerinnen und Bürger umfassend zu informieren.





