Antrag der LiLO erneut abgelehnt In Odenkirchen wird zur Zeit ein erneutes Ansteigen der Kinder- und Jugendkriminalität beobachtet.
Kleine Banden begehen Diebstähle, belästigen und bedrängen Mitbewohner. Die Täter sind allesamt strafunmündig, zum Teil erst 8 bis 10 Jahre alt. Politik und Verwaltung der Stadt sind die Probleme bestens bekannt.
Als vor zwei Jahren in Odenkirchen ein Taxifahrer von Jugendlichen niedergeschlagen und schwer verletzt wurde, konnte die Polizei durch starken Einsatz den Fall schnell aufklären.
Die Verwaltung reagierte und schloß mit der AWO eine Leistungsvereinbarung zur mobilen Juigendarbeit ab. Mit der mobilen Jugendarbeit wurde seitens des Jugendamtes auf die problematische Kinderund Jugendkriminalität durch aufsuchende Tätigkeit und spezielle Angebote für diesen Kreis von Kindern und Jugendlichen reagiert.
Kurz danach hatte der eingesetzte Sozialarbeiter jedoch schon wieder gekündigt und ein Nachfolger trat seinen Dienst an. Der ist jedoch nun für die Gesamtstadt zuständig und in Odenkirchen so gut wie nie präsent.
Die betreffenden Kinder bleiben sich wieder selbst überlassen und so ist das erneute Aufflammen der Kinder- und Jugendkriminalität eine logische Entwicklung der fehlenden vorbeugenden Maßnahmen. Eine solche vorbeugende Maßnahme wäre ein pädagogisch betreuter Abenteuerspielplatz.
Mit aller Regelmäßigkeit beantragt die LiLO deshalb jedes Jahr bei den Haushaltsberatungen Geld zur Planung eines solchen Abenteuerspielplatzes in Odenkirchen.
Als Standort wäre das Arreal an den Hochhäusern Zur Burgmühle wahrscheinlich geeignet. Aber ebenso regelmäßig lehnen CDU und FDP, teilweise auch SPD diese Anträge ab.
Der letzte abgelehnte Antrag stammt vom 23. Oktober 2008. Ebenso sitzt die Verwaltung seit Mai 1996 (!) einen Auftrag der Odenkirchener Bezirksvertretung aus, eine Bedarfsanalyse für einen solchen Abenteuerspielplatz zu erstellen.
Unbegreiflich ist, dass die Verwaltung sich nicht in der Lage sah, eine jahrelang von den Eigentümern der Wohnanlage Burgmühle kostenfrei zur Verfügung gestellte Wohnung für padagogische Arbeit und Beratung anzumieten. Hier sah sich die entsprechende Fachverwaltung außerstande für 100,- Euro monatlicher Folgekosten aufzukommen bzw. Mittel umzuschichten.
Wenn solche Chancen nicht wahrgenommen werden, um pädagogische Arbeit zu installieren, darf sich niemand offiziellerseits über die Folgeerscheinungen beklagen.
Die LiLO fordert in Anbetracht der schon seit längerem bekannten Entwicklung Stadtverwaltung und Politik auf, ihre ablehnende Haltung aufzugeben und bereits beschlossene Maßnahmen umgehend umzusetzen.
Wenn es um Verkehr geht, werden regelmäßige Bedarfsanalysen erstellt; für menschliche soziale Problemlagen muss mehr getan werden als bisher.





