Insgesamt 23 mal musste die Feuerwehr seit 2002 zum Einsatz in die alte Fabrikhalle an der Duvenstraße ausrücken. Die Kosten für Einsätze bei Großbränden wie am 14.11.08 belaufen sich auf 2500 – 3000 EUR pro Stunde.
Und wer muss das bezahlen? Wir, die SteuerzahlerInnen, weil sich aufgrund der Pleite der Firma die ehemaligen Eigentümer nicht mehr zuständig fühlen.
Während zu Produktionszeiten Gewinne erwirtschaftet und eingesteckt wurden, bleiben in Zeiten der Pleiten die Kosten bei den SteuerzahlerInnen hängen.
Das ist nicht nur bei der Mülforter Zeugdruckerei so. Erinnert sei an die Lederfabriken Goebels und Wickrath, an die Wäscherei in Giesenkirchen und aktuell an das ehemalige britische Militärgelände in Lürrip, das mittlerweile der Stadt gehört, die somit auch für die Altlastensanierung bezahlen muss. Entschuldigung, nicht die Stadt, wir, die SteuerzahlerInnen.
Wieso dürfen sich eigentlich Eigentümer Gewinne in die Tasche stecken, während Kosten aufgrund von Pleiten bei den SteuerzahlerInnen hängen bleiben?
Umweltschutzverbände fordern schon seit langem eine Risikoversicherung für Unternehmen, die dann eintritt, wenn nach der Pleite Kosten für die Allgemeinheit anstehen.
Eine Forderung, die bei den Gesetzgebungsparteien im Bund, egal ob CDU, SPD, FDP oder die Grünen an der Regierung waren, auf taube Ohren stieß.
Wie war das noch jetzt bei der Finanzkrise?
Die Banken, die Milliarden Euro in den Sand gesetzt haben, bekamen von der Regierung einen Bankenschutzschirm. Sie durften so weiter machen wie bisher. Genauso wie die bankrotten Firmen. Die werden von den Regierungsparteien auch nicht zur Verantwortung gezogen.
Da stellt sich doch die Frage, für wen die Regierung eigentlich da ist.





