Die Verwaltung berichtete in der Bezirksvertretersitzung am 25.3.09 über die Planungen zu einem Bebauungsplan für das Gelände der ehemaligen Mülforter Zeugdruckerei.
Auf die Frage der LiLO, um welche Altlasten es sich handeln würde und wer für die Kosten der Entsorgung aufkommen müsse, konnte die Verwaltung keine Auskunft geben.
Die Mülforter Zeugdruckerei ist ein weiteres Beispiel dafür, wie aufgrund von fehlenden gesetzlichen Regelungen Firmen sich aus der Verantwortung für ihre Produktion und den daraus resultierenden Folgen entziehen können.
Eine Forderung der Umweltbewegung ist, dass Betreiber eine Stoffbilanz vorlegen müssen. Aus einer solchen Bilanz ist dann ersichtlich, welche Rohstoffe werden eingekauft und gelagert, was wird produziert und was entsteht als Abfall. Dann ist sofort ersichtlich, welche Gefahrenstoffe in einer solchen Firma lagern und welche Umweltgefährdung davon ausgeht.
Weiterhin wird eine Risikoversicherung für Firmen gefordert, die eintritt, wenn Firmen pleite gehen. Wenn nichts mehr zu holen ist, darf der Steuerzahler für die Schäden aufkommen, die von der Firma angerichtet wurden. Das ist eine Politik nach dem Motto: „Nach mir die Sintflut!" Das haben wir bei der Lederfabrik Goebels erlebt und erleben es nun wieder auch bei der Mülforter Zeugdruckerei.
Es wird an der Zeit, dass die Firmen nicht nur Gewinne kassieren, sondern auch für Schäden aufkommen.
Dabei stellte sich heraus, dass die Verwaltung davon ausgeht, dass mit erheblichen Altlasten zu rechnen sei.





