Die Mitgliederversammlung DIE LINKE Rheydt eröffnete mit einem Vortrag den geplanten Themenschwerpunkt „Die Eröffnung des Café Pflaster auf der Brucknerallee“ ihren Mitgliederabend am 2.10.2008.
Das kürzlich auf der Brucknerallee 37 eröffnete Café Pflaster, ein Tagestreff für verhaltensauffällige, suchtkranke oder psychisch kranke Menschen aus der Wohnungslosenszene, wurde von den Rheydter Bürgerinnen und Bürgern mit sehr unterschiedlichen Gefühlen und Ansichten aufgenommen.
„Es ist unglaublich wichtig, dem angesprochenen Personenkreis niederschwellige Angebote zu machen.“ so Helmut Schaper vom Kreisvorstand DIE LINKE. Mönchengladbach. „Die Hürden anderer Maßnahmen, die für sie in Frage kämen, sind oftmals so hoch, dass diese Menschen daran scheitern.“ Es wurde auch klargestellt, dass die Stadt verpfl ichtet ist, den betreffenden Personen ein Hilfeangebot zu machen. In diesem Fall wurde mit der Diakonie eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen, die auf der gesetzlichen Grundlage (§§ 53 ff. und 67 ff SGB XII) diese Aufgaben erfüllt.
Zur Standortfrage und die Sorgen der Eltern, deren Kinder eine der vier umliegenden Schulen besuchen, wurde zunächst bemerkt, dass sich gerade im Umfeld der Brucknerallee schon seit langer Zeit permanent drogenabhängige Menschen aufhalten und diese Situation sich durch die Eröffnung des Cafè Pflaster nicht verschlimmern werde.
Da außerdem ein flächendeckendes Schulnetz in der Stadt, insbesondere im Grundschulbereich, vorhanden sei, sei es einerlei, welchen Standort man für diese Einrichtung wählen würde, es befände sich immer eine Schule in der Nähe, so die überwiegende Meinung der Versammlungsteilnehmer.
Abschließend sprach sich die Ortsgruppe geschlossen für das Projekt und die Standortwahl aus. Man war sich einig, dass die betroffenen Menschen als Teil unserer Gesellschaft dringend Hilfe benötigen und eine Chance verdient haben. Sie als störende Personengruppe in einsamen Gebieten am Stadtrand abzustellen, wäre menschenunwürdig und inakzeptabel.





