Als Ende September der Beschluss für die Sanierung des Pahlkebades fiel, ging förmlich ein Aufschrei der Erleichterung durch Rheydt. Selten waren sich die BürgerInnen in einem Thema so einig, und so musste sich letztlich die CDU/FDP Mehrheit im Rat dem Willen beugen und stimmte für die Sanierung. Natürlich spielte auch der zwischenzeitlich erreichte Denkmalschutz eine Rolle.

Doch es heißt weiterhin:
Holzauge sei wachsam!
Steht doch die Stadt unter dem Haushaltssicherungsgesetz, und der Beschluss für den Erhalt ist eben unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kommunalaufsicht gefallen. Zu oft musste im Vorfeld Klüngel vermutet werden, wie zum Beispiel das zweite Gutachten, das die Sanierungskosten von 3,7 Millionen auf gute 7 Millionen anhob.
Oder die Verschleppung der Untersuchung der Deckenkonstruktion, von der angeblich eine Gefahr ausginge, und die dann ohne technische Überprüfung maßgeblich zur Schließung des Bades führte. Bei dieser Verzögerungstaktik bekam die CDU plötzliche Unterstützung vom Stadtsportbund, als Herr Gerkens den Vorschlag aus der Tasche zog, das Gebäude als Denkmal zu erhalten, jedoch zum Veranstaltungszentrum umzubauen. Dafür sollte dann ein neues Bad am Grenzlandstadion entstehen.
Doch je länger das Bad geschlossen ist und nicht mit den nötigen Arbeiten begonnen wird, je höher werden auch die Kosten.
Es besteht die Gefahr, dass am Ende das Bad kaputt diskutiert wird und dass CDU und FDP das Thema rechtzeitig vor den Kommunalwahlen vom Tisch haben wollten.
Jetzt könnte unter dem Vorwand der Finanz-Aufsicht aus Düsseldorf die nächste Runde der Verschleppung eingeleitet werden.
Nun sind die BürgerInnen gefragt, darauf zu achten, dass schnell was passiert. Waren doch schon im Haushalt 2007 für die Sanierung 2 Millionen Euro vorgesehen und nicht verwendet worden. Diese Gelder müssen jetzt schleunigst in eine „Stück für Stück“ - Sanierung gesteckt werden.
Deswegen muss die Dachkonstruktion geprüft werden und ggf. alle sicherheitstechnischen Arbeiten angegangen werden. Ziel muss es sein, den Badebetrieb schnellst möglich wieder aufzunehmen. Es wird niemanden stören, wenn dann noch die eine oder andere Scheibe milchig ist. Es wird auch niemanden stören wenn immer wieder Bauarbeiten parallel zum Badebetrieb statt finden.
Am Ende zählt doch nur eines:
Die RheydterInnen wollen wieder Schwimmen!
Die RheydterInnen wollen ihr Pahlkebad zurück!
Kommentar von Torben Schultz, Linkes Forum MG, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.





