Erzberger Straße, Grevenbroicher Straße und Dohler Straße sind Wohnstraßen, in denen die Anwohnerinnen und Anwohner ein Recht auf menschenwürdiges Leben und Wohnen haben. Das ist jedoch nicht der Fall. Besonders die Stuation auf der Dohler Straße ist - was Sicherheit und Lebensqualität der dort lebenden Menschen betrifft - seit Jahren ein unzumutbarer Zustand.
Obwohl der Stadt bekannt ist, dass hier viele Kinder Schulen und Kindergärten besuchen, ändert sich nichts:
Der Schwerlastverkehr donnert ungehindert durch diese Straße; die Lärmbelastung durch den LKW/PKW Verkehr liegt erheblich über der „EU-Umgebungslärmrichtlinie“, das kann man in der vorliegenden Lärmkarte der Stadt Mönchengladbach feststellen. Zusätzlich versagt am Ende der Dohler Straße bei größeren Regenmengen immer wieder die Kanalisation. Dass die dort lebenden Hausbesitzer große Schäden zu verzeichnen hatten, dürfte bekannt sein.
Eine Interessensgemeinschaft der Hochwassergeschädigten hat sich inzwischen zusammengeschlossen.
Interessant: RWE-Power AG (Rheinbraun) soll gegenüber der NVV schon Zusagen gemacht haben, bei den zur Zeit laufenden Kanalbaumaßnahmen in der Talstraße (Odenkirchen) sogenannte flexible Hausanschlüsse an den Hauptkanal zu finanzieren.
Hintergrund: RWE habe aufgrund der Rheindahlener Verwerfung, die mittig unter der Talstraße verläuft, ihre Zuständigkeit anerkannt. Wenn dem so ist, stellt sich die Frage, ob RWE-Power möglicherweise auch für weitere private Anschlüsse zuständig ist.
Es wäre endlich an der Zeit auch die Dohler Straße zu entlasten und dafür zu sorgen, dass die Sicherheit und Lebensqualität gewährleistet wird. Anfragen per E-Mail bei der Stadt, an den Verkehrsplaner Herrn Jörg Clages, was geplant sei, den Lärm zu beseitigen und die Sicherheit herzustellen, wurden bisher nicht beantwortet. Bürgerinnen und Bürger haben das zu erdulden.
Ein Beispiel wie die Stadt mit der Sicherheit der Kinder umgeht, zeigt das nebenstehende Foto:
In Höhe der Dohler Straße Nr. 176 lagen vom 21.8 bis mindestens Montag den 25.8. 2008 auf dem Gehsteig Sperrmüllberge und gefährdeten den Schulweg der Kinder.
Die in der Stadt jetzt aufgehängten Warnplakate zur Verminderung der Unfallgefahren im Straßenverkehr sind „typisch Mönchengladbach“ – jedoch in diesem Wohngebiet nicht hilfreich.
Das Wohngebiet in der Erzberger-, Grevebroicher- und Dohler Straße samt Geneickener Straße muss wieder lebenswert gemacht werden! Hier gilt es folgende Forderungen durchzusetzen:
- Reduzierung der Lärm- und der Schmutzbelastung
- Sicherheit für die Anwohner, vor allem für Kinder und ältere BürgerInnen
- Schutz und Erhalt der Bausubstanz
- Steigerung des Wohn- und Lebenswertes des gesamten Ortsteils
- Zunächst Verkehrsberuhigung mit Hilfe kleinerer, wenig kostenintensiver Maßnahmen, z.B. Tempo 30 (inkl. Kontrolle)
- Sperrung für den Schwerlastverkehr (außer Anliegerverkehr)
- Veränderung der Parkräume/-zonen
- Kleinere bauliche Maßnahmen, z. B. Buchten, Pflasterung, etc. die dem Charakter der Erzberger-, Grevenbroicher- und Dohler Straße als Wohngebiet entsprechen
- Sofortiges Gesamt-Verkehrskonzept, das die Gestaltung insgesamt betrifft, samt entsprechenden Lärmschutzmaßnahmen und Überflutungsschutz
von Dieter Braeg





