DIE LINKE. Zeitung Mönchengladbach

 
A
  • Schrift vergrößern
  • Standard Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
E
Start Rheydt Archiv RY April / Mai 2009 Neuer Name - Alter Fehler

Neuer Name - Alter Fehler

E-Mail Drucken PDF
Die L19

Wieder einmal bedroht die Autovorrang - Politik die Natur, diesmal in Form eines alten immer wieder aufkommenden Themas: Die L19!

Dabei sollte doch diese Straße längst abgehakt sein, ist sie doch schon unter dem Namen „A44" in den 80er Jahren gescheitert. Quer durch die Naturschutzgebiete am Schloß Rheydt und an den Landschaftsschutzgebieten der Niers entlang sollte die Autobahn von der Abfahrt Odenkirchen bis hin zum Anschluss Mönchengladbach-Ost eine Schneise durch die Stadt schlagen.

Zu Recht ist die A44 an der Umweltverträglichkeitsprüfung gescheitert und wurde ad acta gelegt.

Doch täglich grüßt das Murmeltier und so taucht in der „Integrierten Gesamt Verkehrs Planung" (IGVP) des Landes NRW weit vorne auf Platz sieben die L19 auf, erstmal nur von Odenkirchen bis zur Ritterstraße. Dass eine solche Landstraße nicht den innerstädtischen Verkehr entlastet, sondern den überregionalen Verkehr durchleitet, ist klar - und so droht die L19 im ersten Schritt als vierspurige Straße die Stadtteile Odenkirchen und Giesenkirchen in Süd - Nordrichtung zu durchtrennen. Im zweiten Schritt wird sie dann auch durchgebaut werden.

Faktisch wird so das umgesetzt, was gar nicht möglich sein sollte: Die Zerstörung eines einmaligen, zusammenhängenden Grünstreifens im Osten der Stadt. Dabei investiert das Land NRW zeitgleich in die Renaturierung des Niersstreifens.

Inzwischen hat sich auch der BUND zu Wort gemeldet und sein Unverständnis für ein solches Projekt geäußert. Dabei wird die Frage gestellt, „inwieweit ein Neubau überhaupt eine Entlastung von Lärm, Luftschadstoffen, Unfallgefahren und Energieressourcen mit sich bringt?"

Am Ende kommt der BUND zum Schluss, dass schon jetzt die Gladbacher BürgerInnen ein enges Straßennetz und die daraus resultierende hohe Lärm- und Schadstoffbelastung ertragen müssen. Die L19 würde diese Situation verstärken, es gibt keine Anzeichen, was einen solchen Eingriff in die Natur und Landschaft rechtfertigen würde.

Hingegen stelle aber die demographische und wirtschaftliche Entwicklung den Sinn einer solchen Straße in Frage.

Viel wichtiger ist es, die Lebensqualität in den Stadtteilen zu erhalten und auszubauen. Dafür bedarf es den Erhalt der Naherholungsgebiete und der Entlastung der Straßen. Das geht aber nur, wenn in den „Öffentlichen Personen Nahverkehr" investiert wird und nicht in den Bau neuer Straßen.

Die drohende Gefahr hat auch die Bürgerinitiative „Nein-L19" erkannt. Sie sieht in der Kommunalwahl 2009 eine letzte Chance, diesen Wahnsinn zu stoppen. Mit anderen Mehrheitsverhältnissen muss der Rat der Stadt beim Land die Streichung der L19 aus dem IGVP beantragen.

Um noch rechtzeitig die Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren ruft die Bürgerinitiative zu einer Demonstration auf:

Gegen den geplanten Bau der Landstrasse L19

Donnerstag, 7. Mai 2009, 17:00 Uhr
vor dem Rathaus Giesenkirchen / Marktplatz

Ihren Kommentar hinzufügen

Ihr Name:
Betreff:
Kommentar:
  Bild, welches den Sicherheitscode enthält
Sicherheitscode:
 

Netzwerk

Linkes Forum
Treffen für alle Gladbacher/innen mit Interesse an linker außerparlamentarischer Politik.
LiLO
Die LiLO aus Mönchengladbach Odenkirchen
DIE LINKE. MG
Kreisverband DIE LINKE. Mönchengladbach
ATTAC MG
Regionalgruppe der globalisierungskritischen Bewegung ATTAC

Dies sind die Parteien und Gruppierungen die an der Zeitung mitarbeiten.