Statt Sanierung soll kleiner neu gebaut werden, die dadurch freiwerdende Fläche wird als Bauland verkauft und dient der Finanzierung.
Die Folgen einer solchen Politik für Mensch und Umwelt sind aus der Diskussion um Giesenkirchen 2015 bekannt: Flächenversiegelung, steigender Verkehr, Reduzierung von Grün- und Freizeitflächen, sinkende Lebensqualität, Überlastung der Kanalisation.
Und wieder droht die bekannte Luftnummer: Es wird mit ungesicherten Einnahmen geplant. Wie ist der Bedarf für solches Bauland? Wie sicher sind die kalkulierten Einnahmen? Im Jahr 2008 sanken die Kaufverträge um 4,8%, der daraus resultierende Geldumsatz gar um 27%. Und wer will schon Bauland in einer Stadt, deren Freizeitwert kaputt gespart wird?
Das Grenzlandstadion ist in der derzeitigen Form unersetzlich:
Es ist die einzige ausgewiesene Leichtathletik - Anlage mit verschiedenen Laufbahnen, Sprunganlagen und Kugelstoßanlage. Des weiteren schließt es die Lücke zwischen Groß- und Kleinveranstaltungen. Das nutzt z.B. die Borussia für ihre Regional-Liga Mannschaft und für Testspiele. Neben Fußballplätzen, Hockey-Feldern und Tennisplätzen bietet das Areal ein Beach-Volleyball-, bzw. Beach-Soccer-Feld. Direkt nebenan gibt es eine Half-Pipe für Inline-Skating und Skateboard sowie ein Basketball Feld.
Es wäre ein Skandal, wenn ein solch stimmiges Gesamtkonzept wegen einer sanierungsbedürftigen Laufbahn zerstört wird. Wir brauchen kein zweites Giesenkirchen 2015, wir brauchen das Grenzlandstadion.





